|
Gesetz der Serie
von Jan-Philip Grosz
Die Nachmittagssonne versuchte dem
kühlen Augustwind zu trotzen und den Anschein
von Sommer zuwahren als BeachKick Berlin gegen
die Kings of the Beach im Kühlungsborner Finale
antrat. Bereits in der Vorrunde endetet dieser
Vergleich 3:3 und so trafen auch im Endspiel
zwei starke Teams aufeinander. Doch die Kings of
the Beach führten bald mit 2:0 und BeachKick
mühte sich an der gegnerischen Abwehr vergeblich
ab. Das Angriffspiel mit Martin Krause und
Fabian Frei (die bis dahin alle 18 Tore
erzielten) kam nicht in die Gänge und so blieb
es Käpt'n Krause vorbehalten, mit einem
sehenswerten Fallrückzieher den Anschlusstreffer
kurz vor Schluss zu besorgen. Doch für eine
Aufholjagd reichte die Zeit nicht mehr und so
gingen die Kings of the Beach als Sieger vom
Platz.
Noch bevor sich die Mannschaft in den kühlen
Ostseewellen erfrischte, einigte man sich fair
über den verdienten Sieg des Gegners im Finale.
Da ahnte wohl noch niemand, dass man es im
Finale nicht nur mit einem besseren Team sondern
auch mit einer ausgewachsenen Serie von
Finalniederlagen in Kühlungsborn zu tun hatte.
Ein Blick in die Historie zeigt, dass BeachKick
nach dem ersten Turniersieg überhaupt im Jahr
2002 zwar regelmäßig ins Endspiel einzog, aber
genauso regelmäßig verlor. Im Jahr 2005 blieb
eine erneute Schlappe wohl nur wegen der Absage
des Turniers erspart. Nun hat BeachKick also den
vierten Vizetitel eingefahren und dass, obwohl
der Vorjahressieger Primus Inter Pares aus
Schwerin in der Gruppenphase und im Halbfinale
besiegt wurde. Sollte BeachKick Berlin nächstes
Jahr wieder im Finale stehen, kann der Gegner
schon mal den Sekt kaltstellen.
Eine erfreulichere Serie konnte gegen die
Berliner Kollegen Playa Diablos gestartet
werden. In der Zwischenrunde siegte BeachKick,
wie bereits im Juni in Oranienburg, mit 3:1.
Auch Thorsten Fischer konnte seine ganz
persönliche Serie von verschlafenen Spielen
erfolgreich fortsetzen. Im Halbfinale erwachte
der Flankengott erst in der zweiten Halbzeit
nach mehrmaliger Aufforderung aus seinem
gerechten Schlaf.
An dieser Stelle ist Debütant Falk Cudok
hervorzuheben, der als Turm in der
Abwehrschlacht das ganze Turnier solide
durchgespielt hat und sich dabei keine Minute
Pause gegönnt hat.
Die Augustsonne hatte am frühen Abend bereits
aufgegeben als die letzte Serie des Tages mit
dem obligatorischen Fischbrötchen beschlossen
wurde.
Diese wird im nächsten Jahr gerne fortgesetzt.
|