Klanglos in Köln
von Jan-Philip Grosz
Am Ende war es leider
wie immer: BeachKick Berlin qualifiziert sich für
das German Masters Finale. BeachKick reist mit
einem Rumpfteam quer durch die Republik zum German
Masters Finale. BeachKick scheitert früh beim
German Masters. Da tröstet auch Rang 12 in der
"ewigen Masters-Tabelle" wenig.
Sang- und klanglos kam das Aus am Escher See in
Köln bereits nach der Vorrunde. Dass der Weg in
die Zwischenrunde durch die "Todesgruppe" kein
Spaziergang werden würde, war zwar allen vorher
klar. Mit den Braunschweiger Füxxen, den
Beachdribblern aus Düsseldorf, den Strandkaisern
Krefeld und den Lords of the ball aus Ibbenbüren
stand eine ganze Reihe hochklassiger Gegner
bereit. Aber die Tatsache, dass sich von fünf
Teams ganze vier für die Zwischenrunde
qualifizieren konnten, ließ ein Weiterkommen
zunächst realistisch erscheinen.
Dieser Traum zerplatzte, als der Schlusspfiff im
letzten Gruppenspiel eine bittere 3:5-Niederlage
gegen die Lords of the ball Ibbenbüren besiegelte.
Zwar stand BeachKick Berlin dank des
zwischenzeitlichen 2:0-Doppelpacks von Markus
Rotter schon mit einem Fuß in der Zwischenrunde,
doch gegen den späteren Meister aus Ibbenbüren war
das nicht genug.
Dass vor dem letzten Gruppenspiel überhaupt noch
die Chance aufs Weiterkommen bestand, hatte
BeachKick einer Trotzreaktion im dritten
Gruppenspiel gegen die Strandkaiser Krefeld zu
verdanken. Diese lagen bereits mit 2:0 in Front,
ehe BeachKick die Partie in einem Akt des Willens
durch Tore von Käpt'n Krause und dem Autor drehte.
Als in der letzten Minute der Siegtreffer gelang,
dürften sich die Strandkaiser an die
Vorrunden-Partie in Berlin-Pankow erinnert haben,
die BeachKick ebenfalls in letzter Sekunde für
sich entschied.
Doch dieser Erfolg blieb der einzige Lichtblick
des Tages. In den beiden Auftaktpartien setzte es
derbe Klatschen, die man sonst nur vom Tennis
kennt. Mit 1:6 und 2:6 gegen die Füxxe
Braunschweig und die Beachdribbler Düsseldorf
verspielte das schlafmützige BeachKick bereits zu
Beginn eine bessere Ausgangsposition fürs
Weiterkommen.
So musste man sich fortan mit der Zuschauerrolle
begnügen und wurde im Viertelfinale zwischen den
Lords of the ball und den Strandkaisern Zeuge
einer rasant inszenierten Beach Soccersymphonie,
aus der man ein hochklassiges Werbevideo hätte
drehen können. Im Finale ging es spannend zu: Die
SG Lari Fari erzwang erst in letzter Minute den
5:5-Ausgleich gegen die Lords of the ball, ehe
sich die Ibbenbürener in der Verlängerung per
Golden Goal schließlich doch zum Meister krönten.
Bei der Damenkonkurrenz kamen die BeachLadies
Unisport Berlin in ihrer Vorrunde hingegen locker
weiter. Endstation war erst im Halbfinale gegen
die späteren Deutschen Meisterinnen SRS Pro
Sportler.
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